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Lesung Kristine von Soden


Kristine von Soden beleuchtet in ihrem Buch ein bislang vernachlässigtes Kapitel der Bädergeschichte, die auch das Seebad Warnemünde erfasste. Mit dem Aufstieg der Seebäder im Wilhelminischen Kaiserreich kam sogleich auch der »Bäder-Antisemitismus« auf. »Judenrein!« lautete die Parole an der deutschen Ostseeküste, lange bevor der NS-Staat Wirklichkeit war.

Unter den jüdischen Badegästen an der Ostsee waren ebenfalls viele prominente Künstler*innen und Intellektuelle, deren Spuren die Autorin in ihrer exzellenten Recherche und Dokumentation folgt: Hannah Arendt, Clara Arnheim, Dora Diamant, Eva und George Grosz, Mascha Kaléko, Eva und Victor Klemperer, Käthe Kollwitz, Else Lasker-Schüler, Edla Charlotte Rosenthal, Joseph Roth, Kurt Tucholsky, Else Weil, Henni Lehmann, Käthe Loewenthal, Julie Wolfthorn u.a.

Anhand einer Fülle historischer Quellen, Tagebucheinträgen, Reiseberichten und Briefauszügen jüdischer Badeprominenz sowie Schilderungen des sommerlichen Bäderalltags zeichnet Kristine von Soden ein facettenreiches Bild jener Zeit bis 1937, als nahezu alle Orte und Strände für jüdische Badegäste verboten waren.

 

Aktuelles

GUNNAR BORBE, MARIA EICHHORN, ANETT FRONTZEK, RUTH GILBERGER, ROBERT KRAISS, JULIANE LAITZSCH, MAIX MAYER, MATTHIAS MOSEKE, MAX PECHSTEIN, SCHAUM, PETRA STEEGER, TANJA ZIMMERMANN

Ausstellung vom 8. Dezember 2019 bis 26. Januar 2020
Eröffnung: Samstag, 7. Dezember 2019, 17 Uhr
Künstlergespräche: 12. und 25. Januar 2020, je 15 Uhr

Der über 200 Jahre alte Birnbaum im Garten des Edvard-Munch-Hauses wurde in der Nacht vom 9. auf den 10. September durch starke Winde beschädigt.
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8. Dezember 2019 – 26. Januar 2020:
Donnerstag bis Sonntag, 12 bis 17 Uhr