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Matthias Mansen & Sverre Wyller


Das Edvard-Munch-Haus Warnemünde lädt herzlich zur Ausstellungseröffnung
am Sonnabend, 18. Juni 2016, 17:00 Uhr, ein.

Begrüßung: Henry Tesch, Minister a. D., Vorsitzender Edvard-Munch-Haus e. V.
Grußwort: I. E. Elisabeth Walaas, Botschafterin des Königreichs Norwegen

Edvard-Munch-Haus e.V.
Am Strom 53
18119 Warnemünde
mail@edvard-munch-haus.de
www.edvard-munch-haus.de

Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag, 12 bis 17 Uhr

Wir danken den Künstlern, der Kgl. Norwegischen Botschaft sowie der Verbundnetz Gas AG für die freundliche Unterstützung der Ausstellung.

In Anwesenheit der Botschafterin des Königreichs Norwegens in Deutschland, I. E. Elisabeth Walaas, eröffnet das Edvard-Munch-Haus Warnemünde am Sonnabend, 18. Juni 2016, 17:00 Uhr, die Ausstellung der Künstler Matthias Mansen (Berlin) und Sverre Wyller (Oslo, Berlin).

Unter dem Titel „Modell für eine Ausstellung“ präsentieren die beiden Künstler einen Einblick in ihr über 30-jähriges künstlerisches Schaffen als Holzdrucker bzw. Maler und Bildhauer.

Mit Sverre Wyller kommt einer der renommiertesten zeitgenössischen norwegischen Künstler nach Warnemünde. Ihn verbindet eine 30-jährige Künstlerfreundschaft mit dem ehemaligen Munch-Haus-Stipendiaten Matthias Mansen, die Mitte der 1980er Jahre in West-Berlin begann.

Angeregt durch eine Ausstellung von Per Kirkeby, kam Wyller auf dessen Empfehlung zum Meisterstudium an die Hochschule der Künste nach Berlin. Matthias Mansen, den an der Karlsruher Kunstakademie Lehrer wie Georg Baselitz, Markus Lüpertz und Per Kirkeby prägten, richtete 1984 in Berlin sein erstes Atelier ein.

In Williamsburg, NY, teilten sie sich ab 1989 ein Studio, bis Mansen fünf Jahre später nach Berlin zurückkehrte und Wyller eine Professur an der Kunstakademie Oslo antrat.

Vor allem das gemeinsame Reisen, das sich in verschiedenen künstlerischen Arbeiten widerspiegelt, hat ihre Freundschaft geprägt. Die beiden Künstler haben 1993 auf Einladung des norwegischen Generalkonsuls in New York nur einmal gemeinsam ausgestellt.

Matthias Mansen ist heute einer der bedeutendsten druckgraphischen Künstler des Landes, der den Holzschnitt, den Künstler wie Munch und Gauguin Ende des 19. Jahrhunderts neu definierten, als seine künstlerische Ausdrucksform an die Grenzen führt.

In seinem Berliner Atelier experimentiert er mit Fundstücken aus Bauholz, alten Möbelteilen, Planken und Treibhölzern. Er setzt zusammen, collagiert, trägt Farbe auf und schneidet Strukturen, Linien und Licht. Ihn interessiert das Prozesshafte des Druckvorgangs, die Inhalte der Arbeit sind dem untergeordnet. Er abstrahiert und erzeugt eine Räumlichkeit, in der sich die Inhalte neu ordnen.

Das Thema der Collage zieht sich seit mehr als 30 Jahren ebenfalls durch die Arbeiten von Sverre Wyller, der in der Malerei wie in seinen Skulpturen fragmentierte, gefundene Objekte in Beziehung setzt.

Seine Kunstwerke haben einen seriellen Ursprung und reflektieren Aspekte von Lage, Räumlichkeit, Zeit und Beständigkeit. Seine neuen Malereien zeigen transparente, sich überlagernde Farbaufträge, die eine fast monochrome Fläche entstehen lassen, in der bei genauem Hinsehen feine und lebendige Texturen entstehen.

Sverre Wyller gilt als einer der wichtigsten Künstler Nordeuropas, dessen Malereien und Skulpturen sich in den größten öffentlichen und privaten Sammlungen Norwegens, Schwedens und den Niederlanden befinden.

Matthias Mansens Holzdrucke sind in internationalen Sammlungen vertreten und in Ausstellungen präsentiert, darunter Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett, Staatliche Museen in Berlin, Folkwang Museum Essen, Museum of Modern Art New York, National Gallery of Art Washington, D. C. , Museum of Fine Arts Boston, Baltimore Museum of Art, Kupferstichkabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Städelsches Kunstinstitut und Städtische Galerie Frankfurt am Main.

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